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Briefmarken und Ganzsachen Besetzungsausgaben - II. Weltkrieg 1939-1945

Briefmarken und Ganzsachen Besetzungsausgaben - II. Weltkrieg 1939-1945

Historische Hintergrundinformationen zum zweiten Weltkrieg

Zum Sammelgebiet der Briefmarken und Ganzsachen Deutsches Reich gehört wegen dem historischen Hintergrund und dem Zeitzeugnis das eine Briefmarke abgibt, dass sehr interessante Briefmarken Ganzsachen Sammelgebiet der Deutschen Besetzungsausgaben von 1939-1945Jede besetzte Zone oder besetztes Land hatte eine eigene Verwaltung und somit auch ein eigenes Postwesen. Hier kam es zu sehr interessanten philatelistischen Briefmarken Ausgaben. Oft wurden heimische Briefmarken-Ausgaben überdruckt. Das führte zu Aufdruckfehlern welche besonders im Briefmarken Katalog bewertet werden. Und es kam in einigen Ländern, welche mit der Besatzungsmacht kollaborierten auf Briefmarken zu heroischen Darstellungen oder zu politischen Aussagen. Serbien mit dem Michel Nummer 58-61 zeigt zum Beispiel auf Briefmarken Motive zur Anti Freimaurer-Ausstellung in Belgrad im Oktober 1941 antisemitische Propaganda.

Serbien_Antisemitismus

Und es kam in einigen anderen Ländern, welche mit der Besatzungsmacht kollaborierten vor, dass zum Beispiel Ganzsachen des Deutschen Reiches mit heroischen Darstellungen oder politischen Aussagen der Nazi Ideologie verwendet wurden. Diese wurden nur mit einem Überdruck des jeweiligen Lands versehen. Besonders auffällige Ganzsachen mit nationalsozialistischem Propaganda Hintergrund und Propaganda Aussagen des Dritten Reiches finden sich bei:

  • Elsass - Ganzsachen Serie P401 - P408 Im Kampf um die Freiheit und P501-P508 Mit unseren Fahnen ist der Sieg
  • Lothringen - Ganzsachen Serie P401 - P408 Im Kampf um die Freiheit und P501-P508 Mit unseren Fahnen ist der Sieg
  • Luxemburg - Ganzsachen P9a und P9b Deutsche Winterhilfswerk-Ganzsache mit Aufdruck Luxemburg

LothP5_08p

Ganzsache der Deutschen Reichspost P 5 - 08 mit Überdruck Lothringen - Deutsches Reich Besetzung 1939-1945

Wir teilen unsere Kategorien und Unterkategorien zu Briefmarken Deutsches Reich für die Besetzungsausgaben nach dem Briefmarken Katalog ein. Wir nehmen in die Hauptkategorie Briefmarken Deutsches Reich - Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945 noch die Privatausgaben und Feldpost Briefmarken hinzu. Zu den Besetzungsausgaben bitte hier klicken.

Aufgrund der schwierigen historischen Ereignisse zu den Besetzungsausgaben ein kleiner Exkurs zum zweiten Weltkrieg

Mit den vorliegenden Ausführungen verfolgt der Verfasser keine Glorifizierung oder Heroisierung der am Weltkrieg teilnehmenden Parteien. Dafür ist jeder Krieg unfassbar schrecklich und grausam. der Krieg bedroht alles, was dem Menschen teuer ist und nimmt ihm im schlimmsten Fall alles, was dem Menschen am wertvollsten ist, das Leben. Der Verfasser dieser Zeilen ist nach jahrzehntelanger Forschung der aufrichtigen Auffassung, dass wenn ein Mensch durch ein Unrechtregiem das Leben verloren hat, ein Mensch zu viel ist. Für diejenigen, welche einen Verschönerung der deutschen Geschichte bezogen auf die Nazi Diktatur oder Hitlerdeutschland vornehmen wollen, sei geraten sich die Dokumente und Aussagen, ehemals führender Politiker und Hitlers Helfer welche in Bücher über die Nürnberger Prozesse berichten, genau durchzulesen. Der Verfasser dieser Zeilen war nur entsetzt.

Oder man solle sich die Mühe machen die Goebbels Tagebücher mal mit Geduld durchzulesen. In vielerlei Dingen ist man mehr als sprachlos. Die Goebbels Tagebücher sind authentisch. Goebbels litt unter chronischem Geldmangel wie fast alle Parteigrößen des NS-Regimes sehr darunter litten. Erträgliche Einnahmequellen der Nazi Größen waren unter anderem Propaganda Karten mit Aufnahmen von ihnen oder ihren Familien. Oder irgendwelche Artikel oder Leitartikel in irgendwelchen Zeitschriften des NS Regimes. Goebbels hatten den möglichen Abdruck seiner Tagebücher schon im Vorfeld seines Ablebens für einen Millionenbetrag verkauft. Er hatte später extra Angestellte, denen er seine Tagebuch Aufzeichnungen diktierte. In den Kriegsjahren kamen zu den Tageseintragungen manchmal ganze Wehrmachtsberichte hinzu. Goebbels Aufzeichnungen sind im Sinne des Verfassers geschönt. Sie sind auf jeden Fall eine sehr interessante Quelle dafür, wie es in der Führungsriege des NS Regimes zuging und wohin das Deutsche Reich und die besetzten Gebiete geführt werden sollte. Interessant sind ferner die originalen Akten der deutschen Administration, der Kriegswirtschaft, der Einsatzgruppen sowie dem Oberkommando der Wehrmacht, welche die russsische Föderation in Zusammenarbeit mit der BRD im Original und unverfälscht auf Online-Servern zum Studieren bereithält. Ein damaliger Ermittler der Alliierten äußerte sich dahingehend, dass die Deutschen wirklich jeden "Mist" aufgeschrieben haben. Es gab Denkschriften, schriftliche Eingaben, Referate und Planungsunterlagen zu wirklich auch jedem Problem. Somit sind auch sehr viele Akten nicht vernichtet worden, sondern erhalten geblieben. Selbst Adolf Eichmann, der sich gerne bei seinem Prozess in Israel, wenn es eng wurde auf den Befehlsstand berufen hat, gab als die Beweislast zu groß war ohne gezwungen oder gefoltert zu werden, gewusst zu haben, dass die Juden die er auf die Transporte in die Vernichtungslager gebracht hatte umgebracht würden.

Folgendes Goebbels Zitat von einem Gespräch mit Hitler vom 16. Juni 1941 "und haben wir gesiegt, wer fragt uns nach der Methode, wir haben so viel auf dem Kerbholz, dass wir siegen müssen....", gibt erstaunlich wieder, dass die Führung des NS Staates wusste, dass sie gegen Recht, Ordnung und Humanität, sowie nationales und internationales Recht signifikant verstoßen hatten. Darauf zu pochen einen Weltkrieg zu entfesseln und diesen gewinnen zu wollen und zu müssen sowie zu denken dass alle Völker Europas dies dulden und ertragen würden ist dazu dumm, anmaßend und dreist gefährlich. Und es ist ein Verbrechen dem eigenen Volk gegenüber gewesen.

Man darf einfach nicht außer Acht lassen, dass selbst die Nazis nicht ohne weiteres ein Staatssystem wie das Deutsche Reich komplett aushebeln konnten. Dort gab es Institutionen, Staatssekretäre, Beamte, Leute aus der Justiz oder ganz einfach eine gewachsene Staatsjustiz, es gab Strukturen und Staatsgebilde mit Vorschriften und Verwaltungsvorschriften. Hitler scheiterte zum Beispiel beim Umbau der Stadt Berlin zur Welthauptstadt Germania an den Berliner Stadtbaubeamten. Es war also nicht so einfach mal eben Häuser in Berlin abzureißen und durch neue Bauten zu ersetzen. Beschäftigt man sich damit genauer, dann versteht man, dass Hitler gegenüber Speer erklärte, dass die Zerstörungen der deutschen Städte durch die Alliierten etwas Gutes hätten. Man bräuchte diese Städte, die nach seiner Meinung zu eng und zu stickig gebaut waren, nun selber nicht mehr abreißen. Von Hitler ist nicht eine Silbe des Mitleids darüber bekannt, dass sein Volk seine Wohnungen, seine Möbel ja Hab und Gut sowie Menschenleben unwiederbringlich verloren hatte. Selbst Goebbels, Hitlers treuester Tribun, beklagte in seinen Tagebüchern, dass Hitler niemals zu den Menschen der zerbombten Städte fuhr und den Menschen Mut zugesprochen hat. Selbst Goebbels oder Göring, letzterer war Verantwortlich für die mangelhafte oder ab 1944 nicht mehr wirksam vorhandene Reichsluftverteidigung, fuhren zu den ausgebombten Zivilisten. Göring musste zum Beispiel Schutz vor einem Bombenangriff in einem zivilen Bunker suchen und wunderte sich darüber, dass die Bevölkerung ihm gegenüber Sympatie bekundete. Fuhr Hitler mit seinem Sonderzug durch Deutschland wurden seine Salonwagen seines Sonderzuges mit dem Namen Amerika nach außen hin abgedunkelt. Das geschah damit Hitler nicht die zerbombten Städte oder Verwundeten Transporte sehen musste. Fuhr Hitler vom Berliner Bahnhof zur Reichskanzlei war der Wagen gegen Sicht nach außen und somit auf die Sicht des schwer zerstörten Berlin abgeblendet. Es gibt unzählige Beispiele der Herzlosigkeit der NS Führung gegenüber dem eigenen Volk.

Bei der NS Führung wussten alle, was sie getan hatten, Sie wussten was sie auf dem Kerbholz hatten

Auch das von Hitler betriebene und schreckliche Euthanasieprogram gegen Schwerbehinderte scheiterte erst mal an der Bevölkerung die dagegen war und dem Widerstand der Kirchen. Man befürchtete auch rechtliche Klagen besorgter Bürger und dämmte das Programm erst mal ein. Die Verfolgung der Juden konnte in diesem Ausmaß nur erfolgen, da viele Gebiete in denen grausame Kriegsverbrechen vollzogen wurden unter Kriegsrecht gestanden haben. Man könnte fast meinen, dass Hitler den Krieg auch forciert hat um die Juden vernichten zu können. Denn Hitler prahlte noch zum Schluss im April 1945 im Bunker der Reichskanzlei zu Berlin gegenüber Albert Speer seinem Rüstungsminister: "dass er die Juden mit offenem Visier bekämpft habe". Man darf nicht außer Acht lassen, als Menschen Millionenfach mit der Eisenbahn transportiert worden sind in einer Zeit, als die Wehrmacht die Züge für die Versorgung der Truppen dringender gebraucht hätte.

Alle wirklich alle aus der Führungsriege des Dritten Reiches wussten, dass sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begonnen hatten.
Warum hat sich Himmler umgebracht, er wusste was er auf dem Kerbholz hatte
Warum wurde Kaltenbrunner, Himmlers Stellvertreter bei dem Nürnberger Prozess von seinen Mitangeklagten gemieden?

 

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 01.09.1939 um 4:45 entfesselte das Deutsche Reich einen furchtbaren Krieg gegenüber seinen europäischen Nachbarn. Dieser Krieg sollte sich in Folge zum 2. Weltkrieg und zum schrecklichsten Krieg aller Zeiten entwickeln. Nach dem Angriff auf Polen erklärten England und Frankreich, welche Beistand- Hilfspakte und einen Garantiebestand der polnischen Regierung eingegangen waren, in scharfer Form dem Deutschen Reich es solle sich aus Polen wieder sofort zurückziehen. Bekannter Weise zogen sich die Deutschen nicht aus Polen zurück. Die Deutschen eroberten Polen mit Hilfe der Sowjetunion. Dass das Deutsche Reich und die Sowjetunion Polen umgestalteten würden ist in dem Geheimabkommen mit der Sowjetunion unter dem sogenannten Hitler-Stalinpakt vom 23. August 1939 begründet worden. Unter anderem wurden in diesem Abkommen sowjetische und Deutsche Interessen für den Fall einer territorialen Umgestaltung Osteuropas festgelegt. Westpolen sollte dem Deutschen Reich zufallen. Die Engländer und Franzosen erklärten dem Deutschen Reich am 3.9.1939 den Krieg jedoch nicht gegenüber der Sowjetunion. Am 8. Oktober 1939 teilte sich Hitlerdeutschland und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das besetzte Polen. 

Um englische Interessen und englische militärischen Interventionen zuvorzukommen wurde im April 1940 Dänemark und Norwegen besetzt. Am 10. Mai 1940 begann der Angriff des nationalsozialistischen Deutschland mit seinen Streitkräften durch einen Überfall auf Westeuropa mit dem Ziel Frankreich und die angrenzenden Staaten komplett unter nationalsozialistischer Führung zu unterwerfen und in Folge wirtschaftlich auszubeuten. Damit dieser zuvor gefasste Plan gelingen konnte musste die damals gewaltigste Festungslinie der Franzosen und der damaligen westlichen Welt, die Maginotlie umgangen werden. Aus diesem Grund überfielen deutsche Truppen ohne vorherige Kriegserklärung die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. Diese Staaten blieben bis zum Kriegsende unter deutschen Besetzung. Am 22. Juni 1940 wurde in Compiègne ein Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich geschlossen und beendete am 25. Juni 1940 die Kampfhandlungen in Westeuropa. Die Kampfhandlungen Hitlerdeutschlands gegenüber England und andere Staaten wurde weitergeführt.

Philatelistisch gesehen gibt es hier Sonderstempel, Briefstempel der Waffenstillstandkommission und Postkarten des Sitzes der Waffenstillstandskommission im Nassauer Hof. Die Waffenstillstandskommission hatt die Funktion die Durchführung des Waffenstillstandes zu regeln und zu überwachen. Diese Kommission tagte vom 30. Juni 1940 bis zum 9. September 1944 im Wiesbadener Hotel Nassauer Hof welches unmittelbar gegenüber dem Kurhaus stand. 

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Zeitgenösssische Ansichtskarte. Archiv www.german-reich.de

 

Am 12. Januar 1941 zum Tag der Briefmarke zum Beispiel gab es zwei Sonderpostämter im Kurhaus welche Briefmarkensammler die Möglichkeit gab, die anlässlich des Tages der Briefmarke von der Reichspost herausgegebenen Sondermarken zum Tag der Briefmarke und Sonderpostkarten zum Tag der Briefmarke zu erwerben und mit Sonderstempel der Waffenstillstandskommission versehen zu lassen.

 

Waffenstillstandkommission-Sonderstempel

Briefe und Belege der Waffenstillstandskommission selber waren generell noch mit einem dazugehörenden Briefstempel versehen.

Waffenstillstandkommission-Briefstempel

Der Krieg in Europa sollte weitergehen. Das durch eine nationalsozialistische Diktatur gesteuerte Deutsche Reich ging dazu über verschiedene diplomatische Strategien und kriegerische Auseinandersetzungen gegenüber England folgen zu lassen. Auf diplomatischem Wege suchte Hitlerdeutschland Verbündete und Pakte zu bilden. Die bedeuteten Pakte waren mit Finnland, Italien, Japan, Rumänien, Jugoslawien und Ungarn. Andere Staaten wie die neutrale Türkei, das neutrale Schweden oder die Schweiz sowie arabische Staaten und sogar Indien wurden umworben. Wo die Diplomatie nicht half wurde später auch selbst bei Verbündete Waffengewalt angewendet.

Italien, Deutschlands engster Verbündeter verfolgte eigene terrotoriale Veränderungen zu seinen Gunsten. Die militärischen Pläne der Italiener misslangen. Die Deutschen sahen sich gezwungen in Afrika und im Balkan militärisch eingreifen um ihrem Bündnispartner eine Niederlage zu ersparen. Griechenland und Kreta wurde besetzt. In Jugoslawien entstand ein schwerer und für beide Seiten verlustreicher Partisanenkrieg. In Afrika versuchte ein General Rommel Nordafrika unter deutsche Kontrolle zu bringen. Und Hitler selbst sah sich schon in Ägypten und im Orient. Was anfänglich in Nordafrika spektakuläre Erfolge für die Deutschen mit sich brachte und den Respekt der Engländer gegenüber dem Afrika Korps und Rommel einbrachte. Das endete mit der Kapitulation der deutschen Truppen bei Hamm Amet in Tunesien am 12. Mai 1943 kläglich. Die italienische 1. Armee ergab sich am 13. Mai 1943. Fast 250.000 deutsche Elitesoldaten und italienische Soldaten gerieten bei Tunis in Kriegsgefangenschaft. Bei den Deutschen und Italienern summierten sich die Verluste auf 620.000 Mann. Da im Afrika Korp nur Elitesoldaten dienten, verloren die Deutschen sehr viele ihrer besten Soldaten. Die Wehrmacht sollte diese Verluste nie mehr kompensieren können. Die Verluste der Amerikaner, Briten und Franzosen belief sich auf ca. 220.000 Mann an Gefallenen, Verwundeten und Vermissten einschließlich der Gefangenen. Die deutsche zivile Bevölkerung reagierte sehr entsetzt auf die hohen deutschen Verluste in Nordafrika. Sehr viele Deutsche sahen nach dem deutschen Desaster in Stalingrad im Winter 1942/43 endgültige eine Kriegswende zu Ungunsten der Deutschen. Intern sprach man von einem „zweiten Stalingrad“ oder von „Tunisgrad“. In der obersten Armeeführung wurden verschieden Ansätze verfolgt Hitler, die SS, Himmler sowie die oberste Naziclique los zu werden. Der bekannteste Ansatz ist das am 20. Juli 1944 missglückte Bombenattentat auf Hitler.

Zurück um europäischen Festland. Nach dem Sieg über Frankreich im Jahre 1940 versuchten die Deutschen mit verschiedenen Maßnahmen England in die Knie zu zwingen. Der deutscher seit inszenierte Luftkrieg der deutschen Luftwaffe gegen England misslang zum Nachteil der Deutschen. Schon im Oktober 1940 hatte die Luftwaffe 1.733 Kampfflugzeuge mit all ihren Mannschaften verloren. Die Engländer verloren bei der RAF 915 Flugzeuge. Doch konnten sich viele Piloten der Engländer retten, da sie über England mit dem Fallschirm sicher landeten. Sehr viele gut ausgebildete deutsche Besatzungen stürzten über England ab und gerieten somit in englische Gefangenschaft. Das war bei der Luftwaffe vergleichbar wie ein Aderlass. Erfahrene Piloten und Flugzeugbesatzungen waren nicht leicht zu ersetzen. Bis zum Kriegsende 1945 versuchten die Deutschen England mit unterschiedlichen Waffengattungen anzugreifen. Dabei verloren in England 61.000 Menschen durch deutsche Luftangriffe ihr Leben. 8.800 Menschen starben durch Angriffe mit den „Vergeltungswaffen“ V1 (eine vollautomatische Bombendrohne) und durch die V2 (erste Höhen-Angriffsrakete der Welt - Reichweite um die 250-300 km mit 738 kg hochexplosivem Sprengstoff). Der von den deutschen Luftstreitkräften entfesselte Luftkrieg über England viel auf die Deutschen grausam zurück. Auf rund dreißig Millionen Zivilpersonen welche überwiegend aus Frauen, Kinder und Alte bestanden, fielen die fast unglaubliche Zahl von einer Million Tonnen Spreng- und Brandbomben. Ca. 500.000 bis 600.000 Menschen verloren ihr Leben. Millionen waren verletzt und Millionen verloren ihre Unterkunft.

Eine weitere Maßnahme England in die Knie zu zwingen war der U-Boot-Krieg der deutschen Kriegsmarine gegen die Versorgungsschiffe und Schiffskonvois der Alliierten. Hatten anfänglich die deutschen U-Boote sehr große Erfolge wendete sich das Blatt ab Juni 1943 dramatisch zu Ungunsten der Deutschen U-Boot Fahrer. Von 1.162 gebauten Booten mit über 40.000 U-Boot Fahrern kamen 863 Boote zum Kampfeinsatz. 784 Boote mit über 30.000 U-Boot-Fahrer gingen unter. Somit hatte die U-Boot Waffe die höchste Verlustrate an Material und Menschen. Deutschen U-Boote versenkten 2.882 Handelsschiffe und 175 Kriegsschiffe. Dabei starben über 30.000 Menschen auf alliierter Seite und über 30.000 U-Boot Fahrer auf deutscher Seite. Nicht hinzu gerechnet sind die vielen Opfer, die unter menschenunwürdigen Zuständen als Zwangsarbeiter oder KZ Insassen auf deutschen Werften im U-Boot Bau beschäftig waren. Zwangsarbeiter oder KZ Insassen die am oder im U-Boot Bunker bauten und in U-Boot Stützpunkten ihre Zwangsarbeit verrichten mussten um die deutsche Kriegsmaschinerie in Gang zu halten.

Da sich England unbeeindruckt gegenüber den deutschen Angriffen gab und standhaft blieb wollte Hitler die Sowjetunion niederringen um nach seinen Worten England an den Verhandlungstisch zu bekommen und in einer Propagandalüge dem Angriff der Sowjetunion auf das Deutsche Reich zuvorzukommen. Am 22. Juni 1941 fand der Überfall auf die Sowjetunion statt. Fast 123 Jahre zuvor befahl der französische Kaiser Napoleon am 24. Juni 1812 den Angriff auf Russland und scheiterte genauso wie Hitlerdeutschland. Doch im Juni 1941 sah es nach spektakulären Anfangserfolgen so aus, als wenn Deutschland es schaffen würde Russland zu besiegen. In riesigen Kesselschlachten wurden Millionen russische Kriegsgefangene gemacht und unglaubliche Gebiete erobert. Stalin der oberste Befehlshaber der Sowjetunion war anfänglich wie paralysiert. Er verbot sogar Verteidigungsmaßnahmen um die Deutschen nicht noch weiter zu reizen und dachte an ein Irrtum.

Erst elf Tage nach dem deutschen Angriff richtete sich Josef Stalin am 3. Juli mit einer Rundfunkansprache an das Volk und erklärte den "Vaterländischen Krieg". Hinter diesen Begriff stand auch die Aufforderung an sein Volk einen Partisanenkrieg gegen die Deutschen zu führen. Mit dem Einmarsch deutscher Truppen in der Sowjetunion wurden diese zuerst als Befreier begrüßt. Doch die Besatzungsmacht unternahm eine Umgestaltung der besetzten Gebiete entsprechend den nationalsozialistischen besatzungspolitischen, rassenideologischen und bevölkerungspolitischen Vorstellungen vor. Die Besatzer setzten diese Umgestaltung mit allen Mitteln der Repression wie Inhaftierung, Deportation, Einsperrungen ins KZ, Enteignung, Folter und Tötungen sowie Massenhinrichtungen durch. Das betraf vor allem den politischen und militärisch-politischen Widerstand sowie die jüdische Minderheit, die im gesamten deutschen Machtbereich zum Objekt von Verfolgung und Vernichtung wurde. So sahen viele Menschen welche in den ehemals sowjetischen Gebieten lebten Stalins Ausruf zum "Vaterländischen Krieg" als letzte Instanz die wegen ihrer Gräueltaten verhassten Deutschen in allem zu bekämpfen. Auch in Form eines Partisanenkrieges. Der Angriff der Deutschen kam am 5. Dezember 1941 vor Moskau zum Erliegen. Am 11. Dezember erfolgten Kriegserklärungen Deutschlands und Italiens an die USA. Damit war der Untergang Deutschlands besiegelt. Die Sowjetunion schaffte in einem großen Kraftakt tausende von Rüstungs-Fabriken durch Demontage und Wiederaufbau aus der Reichweite der Deutschen Bomberverbände. Mit einem Nichtangriffspakt mit Japan konnten im Dezember 1941 Truppen aus Sibirien abgezogen werden und gegen die Deutschen geworfen werden. Da sich die USA mit Deutschland im Krieg befand stellte die USA ihre Wirtschaft auf Kriegswirtschaft um. Während in deutschen Rüstungsbetreiben immer mehr Zwangsarbeiter widerwillig ihre Arbeit verrichteten, arbeiteten in den USA freie Bürger in der Rüstungsindustrie. Der Wohlstand aller Amerikaner vervierfachte sich während des zweiten Weltkrieges während er in Deutschland drastisch abnahm. Die Sowjetunion erhielt unter einem Pacht- und Leihvertrag wichtige Rüstungsgüter. Das, was Hitlerdeutschland gesät hatte kam nun doppelt und dreifach auf sich zurück.

Den Kriegsereignissen mit vielen Millionen Toten und Verletzten gegenüber überfallener Länder folgte eine Schreckensherrschaft der deutschen Besatzungsmacht über die unterlegenen Völker in Europa und Russlands. Die deutschen Besatzer setzten die Umgestaltung der besetzten Gebiete und deren wirtschaftlichen Ausbeutung mit allen Mitteln der Repression durch. Die Mittel der Repression waren die Zwangsarbeit mit bis zu zu 11 Millionen Zwangsarbeitern, die Inhaftierung Unschuldiger, die Deportation von Menschen jeden Alters, die Einsperrungen ins KZ (Konzentrationslagern) aus nichtigem oder dem Grund kein Deutscher oder Andersdenkender zu sein, die Zwangsenteignung von jeglichem Eigentum, die schreckliche Folter und grausame Tötungen von Menschen jeden Alters und Geschlecht sowie die Massenhinrichtungen. Der zweite Weltkrieg forderte ca. 60 Millionen Tote von denen alleine die Sowjetunion 20 - 25 Millionen Tote zu beklagen hat. 6 bis 7 Millionen Tote musste die jüdische Bevölkerung beklagen. Selbst die Deutschen als Verursacher all des Leids verloren rund 6,5 Millionen Soldaten und ca. 1,2 Millionen getötete Zivilisten. Nach dem zweiten Weltkrieg schrien viele Nationen: "Nie wieder Krieg". Wollen wir hoffen, dass es nie wieder zu solch einem am Ende sinnlosen Völkerschlachten kommen mag. Die Deutschen kamen am Ende relativ glimpflich davon. Unter anderem auch, weil die Alliierten sich nicht auf die gleiche Stufe der Deutschen stellen wollten.

Das Sammeln von Briefmarken und Münzen berührt immer die Geschichte eines Landes. Bedauerlicherweise ist das Deutsche Reich gleich der Verursacher und Verlierer zweier Weltkriege. Man kann jedoch nicht so tun, als wenn es diese Zeit des starken nationalen Bewusstsein und deren Ausuferung niemals gegeben hat. So bleibt es nicht aus, dass sich Sammler des Deutschen Reiches auch mit den politischen Hintergründen und wirtschaftlichen Hintergründen vertraut machen sollten um verantwortungsvoll mit dem Briefmarken Sammelgebiet des Deutsches Reiches umzugehen. Zum Beispiel ist die deutsche Inflation von 1923, welche sich bei den Briefmarken der Hochinflation zum Ende der Inflation mit einer Portostufe und einer Briefmarke von 50 Milliarden niederschlägt, ein Ergebnis der horrenden Kriegsschulden aus dem ersten Weltkrieg. Mögen wir alle aus dieser Geschichte lernen.

Die Abbildung und Darstellung von NS-Symbolen dient ausschließlich historisch-wissenschaftlichen und in keiner Weise propagandistischen Zwecken 

(§ 86, 86a StGB).