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German - Reich - Neue Reichskanzlei Teil 3Einschüchterungsarchitektur im Nazireich Hitlers ArbeitszimmerDer Eingang zu Hitlers Arbeitszimmer wurde stets von zwei Soldaten der Leibstandarte Adolf Hitler bewacht. Vor dem Arbeitszimmer des Führer Adolf Hitler standen jeweils rechts und links der Tür je ein Mann der SS Leibstandarte Adolf-Hitler. Auch hier war eine Veränderung der Mimik und jegliche Bewegung strengstens untersagt. Adolf Hitler ließ es sich nicht nehmen, beim Eintreten in sein Arbeitszimmer, dem "Wache" schiebenden Soldaten einen Lutschbonbon in den Mund zu schieben und ihm die Wange zu tätscheln. Hier wird eine große seelische Kluft Adolf Hitlers sichtbar. Bedienstete von Adolf Hitler berichteten stets, dass sie ihren Chef als einen sehr fürsorglichen Menschen erlebten. Dieses fürsorgliche Verhalten steht jedoch ganz im Gegensatz zu seinen menschenverachteten Befehlen zur Ermordung und Unterdrückung Millionen von Menschen. Hitlers Herrschaft des Schreckens ausgeübt von 1933 - 1945 kostete der Welt über 60 Millionen Tote. Millionen Mesnchen wurden körperlich schwer verletzt. Millionen von Menschen wurden als Folge der Unterdrückung und Kriegseinwirkungen schwer traumatisiert. Millionen Menschen verloren ihre Heimat und Identität durch Umsiedlung und Vertreibung. Das Arbeitszimmer Hitlers hatte einen separaten Seiteneingang sowie Adolf Hitler auch über einen eigenen Eingang zur Reichskanzlei verfügte. Kostbare Gobelins, Teppiche und Möbel gaben den Räumen einen Hauch von Exklusivität. Dass sich Hitler mit diesem Prunkbau von der deutschen Arbeiterschaft abgrenzte, erklärt sich anhand der folgenden Bilder. Ansicht des Nebeneinganges![]() (Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1940)
Das ca. 370 Quadratmeter große Arbeitszimmer Hitlers oder besser gesagt der Arbeitssaal war vollständig mit Marmor verkleidet und hatte mit einer Länge von 26,90 Meter, einer Breite von 13,77 Meter und eine Höhe von 9,75 Meter gewaltige Ausmaße. 5 Fenstertüren von 6 Meter Höhe und 2 Meter Breite ließen sich zum Säulenvorbau auf der Gartenterrasse hin öffnen. Kostbare Gemälde, Teppiche und Möbel rundeten das mondäne Bild ab. Eine Intarsie seines Schreibtisches zeigte eine Darstellung eines halb aus der Scheide gezogenen Schwertes. Adolf Hitler behauptete, wenn die Diplomaten diese Intarsie sähen, würden sie das "Fürchten" lernen. Die Intarsien stellten noch drei Köpfe dar, von denen einer das Haupt der Medusa mit sich windenden Schlangen war. Aus diesem Hintergrund heraus, war der Bau den Neuen Reichskanzlei in seinem "Ganzen" ausgelegt, als ein Einschüchterungsbau, welcher wohl weniger für die Völkerverständigung, als die Unterwerfung von Völker gebaut wurde. Die Ausstattung der Neuen Reichskanzlei, zeigte mit seinem Prunk, dass soziale Ambitionen der "Herrschenden" gegenüber ihrem Volk nur Lippen-Bekenntnisse gegenüber den Untertanen waren. Ansicht des Arbeitszimmer von Adolf Hitler![]() (Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1940)
Trotz aller und nach damaligen Sicht "Größe und Perfektion" ist dem Fotografen ein "faux pas" (falscher Schritt) geschehen. Vorne unten rechts im Bild ist der Teppich neben dem roten Schreibtischstuhl so störend gewellt, dass der Nutzer des Schreibtisches darüber stolpern könnte. Denn hinter dem Schreibtischstuhl befand sich der Eingang zum Arbeitszimmer, der von Adolf Hitler selbst benutzt wurde. Sie sehen diesen "faux pas" genauer in der Vergrößerung. Arbeitszimmer von Adolf Hitler![]() (Aus privatem Bildarchiv German Reich zeitgenössische Ansichtskarte um 1940)
Zum Vergleich sehen Sie hier das Arbeitszimmer vom ehemaligen Reichspräsidenten Paul Hindenburg. Hindenburg war der letzte Herscher vor der Machtübernahme der Nazis. ![]() (Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1932)
Schreibtisch von Adolf Hitler Darstellung in FarbeDer Schreibtisch von Adolf Hitler weist spätbiedermeierlische Akzente auf und war vom Ausmaß her betrachtet recht überdimensional gehalten. Seine Maße müssen über 4 Meter in der Länge betragen haben. Der Schreibtisch hat den Krieg überlebt. Für viele Jahre stand er im Depot des Deutschen Historischen Museum und kann heute im Berliner Deutschen Historischen Museum begutachtet werden. Die Tür hinter dem Schreibtisch von Adolf Hitler führte in einen Ruheraum indem sich auch ein fensterloses WC befunden hat. Die Nutzung des Schreibtisches und des Arbeitszimmer hatte wohl nur repräsentative Zwecke gegenüber fremde Staatsmännern oder besonderen Gästen. Dann wurde die Neue Reichskanzlei und das Arbeitszimmer mit Blumen ausgeschmückt. Im Arbeitszimmer wurden Bücher so präsentiert, dass dem Besucher eine Atmosphäre des ewig arbeitenden Führers vorgeheuchelt wurde. Denn in Wirklichkeit arbeitete Hitler nicht gerne. Wenn er arbeitete, dann arbeitete er an seinem viel kleineren Schreibtisch in der alten Reichskanzlei. Seine vier Sekretärinnen arbeiteten meist im "Treppenzimmer" der alten Reichskanzlei. (Quelle: Neue Reichskanzlei und Führerbunker, Dietmar Arnold, Weltbild 2009).
(Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1940)
Von den vergoldeten Feldern / Kasetten über den vier Türen des Arbeitssaal von Adolf Hitler schauten die vier Tugenden "Weisheit, Besonnenheit, Tapferkeit und Gerechtigkeit" herab. Ironischer Weise achtete der Hausherr die vier Tugenden für sich selber nicht. Adolf Hitler entschloss sich für eine Herrschaft der Tyrannei und Diktatur. Seine Untergebenen und erst Recht das Deutsche Volk waren für ihn nur Mittel zum Zweck. Zum Vergleich sehen Sie hier den bescheiden anmutenden Schreibtisch vom ehemaligen Reichspräsidenten Paul Hindenburg. Hindenburg war der letzte Herscher vor der Machtübernahme der Nazis. Im Gegensatz zu Adolf Hitler arbeitete Hindenburg viel an seinem Schreibtisch. Adolf Hitler soll vor dem Krieg - den Berichten zu Folge - eher das Leben eines arbeitsscheuen Künstlers geführt haben. (Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1932)
Ansicht der Kaminecke![]() (Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1940)
Die Kaminecke im Arbeitszimmer von Adolf Hitler ist mit einer Sitzgruppe möbliert. Diese Sitzgruppe in Kombination mit einem echten Kamin sollte so etwas für eine behagliche und private Atmosphäre sorgen. Die Sitzgruppe bestand aus einem langem mehrsitzigen Sofa und den dazu passend 2 Sesseln. Dem Kamin mit dem Rücken hin zugewandt standen 3 weitere Sessel in Form der "Clubsessel". Über dem Kamin hing ein Bismark-Porträt des Künstlers Lenbach. Das Bismarck-Porträt von Lembach über dem Kamin
(Aus privatem Bildarchiv German-Reich um 1940)
Der Kamin an der östlich gelegenen Wand des Arbeitszimmer hatte eine Höhe von 2,7 Meter und eine Breite von 3,25 Meter und bestand aus dem gleichen Marmor der Wände. Über dem Kamin hing ein Bismarck-Porträt von F. Lenbach. Bismarck war unter anderem der erste Reichskanzler vom deutschen Reich in der Zeit vom 21.03.1871-20.03.1890. Die Reichskanzlei war eine nach geordnete Behörde des Reichskanzlers des Deutschen Reiches von 1871–1945. Bismarck wurde am 01.04. 1815 in Schönhausen bei Stendal (nördlich von Magdeburg, Provinz Sachsen) geboren. Er starb am 30.07. 1898 auf Gut Friedrichsruh in Sachsenwald (bei Hamburg). Otto von Bismarck war der bedeutendste deutsche Staatsmann und Politiker des 19. Jahrhunderts. Sein Wirken prägte die deutsche und europäische Geschichte weit über sein Leben hinaus. Weitere Informationen in Teil IV
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